Über mich
Als Schülerin von Keramikmeister Mathies Schwarze erlangte ich 2018 den eidgenössischen Berufsabschluss als Keramikerin an der Schule für Gestaltung in Bern/Biel.
Weitere Fortbildungen folgten an der Forest Row School of Ceramics in East Sussex/UK in 2019 und bei Kwak Kyung Tae in Icheon/Südkorea in 2024. Meine Aufenthalte in England und Südkorea waren eine grosse Inspiration.
Die markanten Drehrillen, natürlich entstanden durch die zentrifugalen Kräfte der Scheibe, sind eine Hommage an die jahrtausendalte Tradition des Töpferns und machen aus jedem meiner Gefässe ein Unikat. Das aufwendige Verfahren des Gasbrandes in sauerstoffreduzierter Atmosphäre bedingt ein hohes Mass an Gelassenheit, da die Resultate nicht vollständig kontrolliert werden können.
Das macht für mich den Reiz meines Berufs als Keramikerin aus und erlaubt mir, völlig in meinem Tun aufzugehen.
Kurzfilm
Dir/DP/Edit: Philipp Fuchs
Im Laufe des letzten Jahres hat mich der Filmemacher Philipp Fuchs in meinem Atelier begleitet und ist dem ruhigen Rhythmus meiner täglichen Arbeit und meinem Dialog mit Porzellan gefolgt. Sein Ziel war es, ein persönliches Portrait über die Herausforderungen, die Geduld und die Philosophie des Keramikschaffens zu erstellen.
Herstellungsverfahren und Brennprozess
Meine Porzellankollektionen folgen einem klaren, sinnvollen Kreislauf, der zum Ziel hat, dass das Rohmaterial vollständig verwertet wird. Im Entstehungsprozess eines Gefässes aus weissem Porzellan entstehen viele Reste. Durch Beimischung von Ton oder Oxiden bereite ich diese Reste wieder auf. So ist die Kollektion SPOT entstanden und so wird auch das schwarze Porzellan hergestellt. Ein aufwendiger, zeitintensiver Prozess, der aber auch verdeutlicht, dass alles im Fluss ist und dass das Ende auch Anfang sein kann.
Ich brenne oxidierend wie auch reduzierend. Diese beiden Prozesse unterscheiden sich in ihrer Komplexität deutlich. Der oxidierende Brand im Elektroofen ist ein automatisierter Prozess, im reduzierenden Brand im Gasofen steckt viel Handarbeit und Erfahrung im Führen der Brennkurve. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, stehe ich nicht alleine am Ofen, sondern brenne zusammen mit der Keramikerin Bregitta Fölmli in der meditativen Umgebung der Gemeinde Sattel im Kanton Schwyz. Ihre hohe Sensibilität für den Brennprozess gepaart mit meinem systematischen Vorgehen und das uns gemeinsame Fingerspitzengefühl führen zu guten Resultaten.
Mein Weg als Keramikerin
2025 -Entwicklung einer Geschirrserie für Zuhause in Kooperation mit Atelier CAMINADA, abgeleitet von den 40 Modellen, welche im Restaurant Schloss Schauenstein täglich eingesetzt werden
2024 - Weiterbildung in Korea, Icheon für eine Masterclass in koreanischer Drehtechnik bei Kwak Kyung Tae
2024 - Einzelausstellung im Keramikmuseum Staufen / DE mit dem Titel “Ein Gefühl für Porzellan”
2023 - Restaurant Schloss Schauenstein von Andreas Caminada und Marcel Skibba, Fürstenau, Porzellan, weiss und schwarz
2023 - Maison Pic, Valence, Porzellan, gebrochen weiss
2022 - Restaurant Mammertsberg, Freidorf, Steinzeug und Porzellan schwarz
2022 - Restaurant Anne-Sophie Pic im Beau-Rivage Palace, Lausanne, Porzellan, gebrochen weiss
2022 - Vollzeit-Keramik-Weiterbildung an der Forest Row School of Ceramics, East Sussex, England
Ab 2020 - Entwerfen und Herstellen von handgedrehten Geschirrserien für Private und Gastronomen
2019 - Vollzeit-Keramik-Weiterbildungskurs an der Forest Row School of Ceramics, East Sussex, England
2018 - Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Keramikerin an der Schule für Gestaltung in Bern, Teilnahme an der 3. Keramik-Biennale 2018 in Saint-Cerque / Schweiz
Bis 2018 - Ausbildung bei Keramikmeister Mathies Schwarze, Atelierhaus Oeschgen/AG
Seit 2008 - Keramikausbildungen mit Schwerpunkt Drehen an der Töpferscheibe von Steinzeug und Porzellan